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DER TORRE ARGENTINA-TURM
 

                   

Die Benennung des gleichnamigen Platzes, Largo Torre Argentina, hat nichts mit der Nation Argentinien zu tun, ist hingegen dem Bischof Johannes Burckard zu verdanken.

 (Protonotar des Heiligen Stuhls und Zeremonienmeister an der römischen Kurie unter Alexander VI),welcher sich, ohne Mühe zu scheuen, sowie Auseinandersetzungen mit der aristokratischen Familie der Cesarini ausgesetzt,


im XV Jahrhundert einen Turm an sein Stadtpalais anbauen lies,

den er „Argentoratina“, nach seiner Geburtsstadt Straßburg – lateinisch Argentatorum – berühmt eben wegen ihrer Silberbergwerke, benannte.

Nach und nach wurde der Name „Argentoratina“ im traditionellen Volksdialekt als „Argentina“ ausgesprochen: Bezeichnung die endgültig die vorige, „Calcarario“, ersetzte. („Calcarario“, von „calcare“ abgeleitet, das sich auf das Stadtgebiet in dem sich viele Kalkbrennereien befanden bezieht, die Marmor- und Kalksteinreste in Branntkalk verwandelten)

 Heute ist der Turm,

 einst am Stadtpalais des Bischofs in der Via del Sudario eingegliedert (Photographie oben), von außen als solcher nicht mehr erkennbar da er an Höhe reduziert wurde und auf grobe Art und Weise das Zinnenmauerwerk abgebaut wurde.

Der archäologische Komplex am Largo di Torre Argentina-Platz fiel Besitzentsetzungen und Verwüstungen zum Opfer, woraufhin sogar, im VI Jahrhundert, auf seinen Schutt- und Trümmerhaufen einige Kirchen und Häuschen mit Gemüsegarten entstanden.

Im Laufe der darauf folgenden Jahrhunderte wurden die robusteren Mauerwerksteile zur Abgrenzung befestigter Felder wiederverwendet, sowie der Errichtung mit Turm versehener Wohnburgen mächtiger Familien benutzt,

die sich untereinander in ständigem Streit befanden.
 

Auf den Photos untenan sieht man den Torre del Papito;

der Namensursprung Papito bleibt ungewiss, sowie die Identität seiner antiken Eigentümer.

 Einige glauben der Name stammt von

Gegenpapst Anaklet II Pierleoni(1132-1138), wegen seiner niederen Statur mit dem Spitznamen „Papitto“ versehen.

 Andere Wissenschaftler sehen den Namen Papito als eine Abwandlung des Nachnamens Papareschi,

da der Turm im XIV Jahrhundert von eben dieser Adelsfamilie errichtet worden sein könnte.

Im Jahre 1941, während der Abrissarbeiten seitens der Faschisten im historischen Zentrum von Rom,
 

  wurden die dem Papito-Turm anliegenden Gebäude zerstört, der damit,
 

 bis zum heutigen Tag,
 

 

seitdem am Rande der „Area Sacra“, des Heiligen Bezirks, am Largo di Torre Argentina-Platz, isoliert steht.
 

Im selben Jahr wurde gleich daneben ein kleiner Säulengang in mittelalterlichem Stil erbaut,

unter Anwendung

einiger Säulen

und Kapitellen,

die Bestandteile des Hofes eines an den Turm angrenzenden Hauses waren, welches während der Verbreiterungsarbeiten an der Via delle Botteghe Oscure (1941-1942) niedergerissen wurde, und ebenso, wie der im Zuge der weitläufig einschneidenden und gewaltigen Zerstörungen die im Stadtbild von den Faschisten vorgenommen wurden, Platz zur Schaffung der „großen“ Hauptstadt

des letzten, kleinen, sowie kurlebigen, Italienischen Reichs zu machen.
 

 

 
 

 

                                                               Das TEATRO ARGENTINA-Theater
                                 

Die Entscheidung zum Bau des Teatro Argentina geht auf das Jahr 1732 zurück                          

  und entsprach dem Willen des Herzogs Giuseppe Cesarini-Sforza, der damit der ökonomischen Misswirtschaft seiner Familie durch neue Einkommensmöglichkeiten abhelfen wollte in dem er ein bisher unergiebiges Grundstück nutzte: Der Architekt Girolamo Theodoli wurde folglich mit der Realisierung des Projekts beauftragt - die Fassade ist jedoch fast ein Jahrhundert späteren Datums (sie ist effektiv aus dem Jahr 1826): von Pietro Holl entworfen und vom Architekten Giovanni Ersoch gebaut.

 Viele berühmte Opernwerke kamen in diesem Theater zur Uraufführung:

wobei, zur Anekdote, der Komponist während der Aufführung

zwei unzufriedene Zuhörer beleidigte die ihn daraufhin wütend durch die Strassen Roms verfolgten.
 

Es wurden auch viele Meisterwerke von Verdi

hier zum ersten Mal aufgeführt wie zum Beispiel "Ernani", "Die Zwei Foscari" und "Die Schlacht von Legnano".

 1843 hat Herzog Lorenzo Sforza-Cesarini das Theater zum Preis von 60.000 Scudi an Prinz Alessandro Torlonia verkauft,
 

der sofort Ausbauarbeiten vornahm
 

und sein Wappen an der Fassade

anbringen ließ;

 

 

1869 wurde das Theater von der Stadtgemeinde Rom für 100.000 Scudi übernommen und unter der Leitung des Architekten Ersoch ein neues Heizungssystem eingebaut.
 

Weitere Modernisierungs- und Ausbauarbeiten sind bis in unsere Tage vorgenommen worden.
 

 

 

Das Argentina-Theater nimmt den Namen des Platzes an auf den es blickt: ein Platz, der sich seit der Wiederentdeckung der ältesten Römischen Tempeln überhaupt, die je das Tageslicht erblickt haben, auszeichnet.
 

Sie stammen aus der Republikanischen Zeit Roms, um ungefähr 400 v. Chr.
 

  Die vier Tempel sind heute der spektakuläre Hauptbestand des “Heiligen Bezirks” des Torre Argentina-Platzes.

 

Zur Einweihung

 

des archäologischen Ausgrabungsgebiets des „Heiligen Bezirks“

 

wurde, am 25. Oktober 1929,

im Teatro Argentina

die Oper
 

“Il Barbiere di Siviglia” von G. Rossini gegeben,

 in Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit Vittorio Emanuele III, des Cavaliere Benito Mussolini, mit einem Großteil der Mitglieder des Faschistischen Gran Consiglio im Anhang, sowie der Botschafter Deutschlands, Japans, Frankreichs, Englands und der Vereinigten Staaten.

Teatro Argentina – 20 Uhr 30: als erster kommt Kronprinz Umberto diSavoia
an, der, in Begleitung des Parteileiters Italo Balbo, das Wappen an der Theaterfassade bemerkt.
 

(Foyer, Teatro Argentina, Rom – 20 Uhr 30 : Ankunft der anderen Parteileiter)
 

(21 Uhr: Mussolini erreicht das Teatro Argentina in Begleitung des Ministers Grandi)
 

Ein außerordentliches Sänger-Ensemble

mit u.A.:Tito Gobbi, Ferruccio Tagliavini, Nelly Corradi, Italo Tajo

 und ein sehr junger Dirigent, bei seinem Debüt in Italien,
 

ein gewisser Herbert von Karajan, machten diesen Abend in der Geschichte des Teatro Argentina wahrhaftig erinnernswürdig, vor Allem im Panorama der Opernwelt.
 

Mussolini wählte, der Form halber, die Oper von Rossini weil zwar, wie gesagt, „Il Barbiere di Siviglia“ am Anfang des 19. Jahrhunderts genau in diesem Theater zur Uraufführung kam, tatsächlich jedoch wegen des unvoreingenommenen „Figaro“-charakters, der, sowohl der in der Komödie vetretenen Aristokratie, als auch dem Klerus gegenüber bei weitem überlegen
dargestellt ist.
 

Es ist also kein Zufall wie es dem Faschismus sehr gut innerhalb weniger Jahre jenes Abends im Jahr 1929 gelingen wird seine absolute politische Zentralherrschaft unter Anwendung strengster Einschränkungen der Monarchie und dem Papsttum gegenüber zu etablieren, die als jene zwei „ungemütliche“ Zeitgenossen angesehen werden, denen von da an nur mehr eine „Komparsenrolle“ – politisch gesehen – zustehen wird.

 

 (25.Oktober 1943: Foyer und Hauptfassade des Teatro Argentina)

 

Von der Nacht an, gibt’s eine ganz andere Musik,

diesmal erwartet die Italiener eine wesentlich traurigere und härtere, blutige und schmerzhafte Zeit, die Alles und Alle in die dunkelsten Ecken des Verstands,
 

sowie in eine sich ständig verdunkelnde Gewissens- und Herzens-Finsternis versetzen wird.
 

 

Die Tonträgeraufnahme jenes kalten Oktoberabends des Jahres 1929

wurde von Technikern des ISTITUTO LUCE, Rom, in Zusammenarbeit mit dem Sender EIAR
(Ente Italiano Audizioni Radiofoniche) sowie der DG, der DEUTSCHEN GRAMMOPHON GESELLSCHAFT, Berlin, angefertigt,
 

die sich, im Laufe der Zeit, allein von der Qualität der Ausführung her im gesamten Opernpanorama als unwiederholbar einzigartig erwiesen hat.

 
 
      
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